Die umfassende Beteiligung von Menschen jeden Alters an der Gestaltung ihrer Lebensumstände sollte in Demokratien selbstverständlich sein. Das Ausmaß, in dem dies geschieht, ist ein sicherer Gradmesser für die Qualität der Demokratie in einem Land oder einer Gemeinde. Trotz deutlicher Fortschritte in Theorie und Praxis gibt es noch erhebliche Defizite in der Umsetzung dieser demokratischen Basisnorm. Das gilt besonders für die Beteiligung junger Menschen von Geburt an bis zu einem Alter von 12-14 Jahren – also für die Lebensphase, die hierzulande üblicherweise mit dem Begriff Kindheit verbunden wird.
Zum neu erschienenen Sammelband „Kinderbeteiligung vor Ort – Kinder gestalten Dorf und Stadt“, herausgegeben von der Stiftung Mitarbeit, haben Dominik Ringler und ich einen Beitrag zum Thema „Mädchen*beteiligung“ beigesteuert, der beleuchtet, inwiefern Geschlecht als Identitätskategorie Einfluss hat auf die Partizipationsmöglichkeiten von Mädchen und jungen Frauen.
https://www.mitarbeit.de/publikationen/shop/kinderbeteiligung_vor_ort/